Die Geheimnisse der Profis: Positionierung auf dem Spielbrett

Die Geheimnisse der Profis: Positionierung auf dem Spielbrett

In diesem Teil unserer Serie „Die Geheimnisse der Profis“ werfen wir einen Blick auf die Kunst der Positionierung in Hearthstone. Wir zeigen, wie ihr die Platzierung eurer Diener auf dem Spielbrett für ein möglichst wirkungsvolles Spiel optimieren könnt. (An die neueren Spieler: Falls ihr euch noch keine Gedanken darüber gemacht habt, wo genau ihr eure Diener auf dem Spielbrett platziert, solltet ihr damit anfangen!)

Positionierung ist eine Fähigkeit, der zwei Überlegungen zugrunde liegen: Wie kann ich spielen, um die Positionierung meiner Diener auf dem Spielbrett zu meinem Vorteil zu nutzen und wie kann mein Gegner dieses Spiel beeinträchtigen?

Klassische Beispiele für Karten, die ein gutes Positionsspiel erfordern, sind Flammenzungentotem und Kältekegel.

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Wenn ihr das Spielbrett für Flammenzungentotem vorbereitet, ist es in der Regel in eurem Interesse, dass beide benachbarten Diener im selben Zug angreifen können, in dem ihr die Karte spielt, um sofort ihre volle Wirkung zu entfalten. Es ist außerdem sinnvoll, sie neben einem Diener mit Spott ins Feld zu schicken, um im Kampf gegen andere Diener die Oberhand zu behalten. Ihr könntet sogar mit den Dienern neben dem Totem angreifen und dann Diener mit Ansturm an ihre Position setzen, um sogar noch mehr Schaden verursachen zu können!

Im Gegensatz dazu bestraft Kältekegel schlechte Dienerpositionierung. Wenn ihr vier Diener auf dem Spielbrett habt, aber die drei angriffsstärksten sich nebeneinander befinden, kann Kältekegel sie alle kalt stellen. Wenn ihr mehr als drei Diener auf dem Spielbrett habt, muss der Magier sich für ein Ziel für Kältekegel entscheiden – und ihr könnt dafür sorgen, dass ihm keine optimale Option zur Verfügung steht.

Es gibt eine Vielzahl von Positionierungsmöglichkeiten, die es für Spieler zu treffen gilt. Hier sind ein paar Faktoren, die diese Entscheidungen beeinflussen:

  • Herbeirufen: Wenn ihr Diener über Zauberkarten oder Effekte herbeiruft, statt sie direkt zu spielen, werden sie ganz rechts auf eurer Seite des Spielbretts platziert. Dazu zählen zum Beispiel die Heldenfähigkeit von Schamanen oder Zauber wie Tierbegleiter.
  • Von Dienern herbeigerufene Diener: Wenn Diener einen weiteren Diener herbeirufen – ob über ihren Kampfschrei wie bei Gesichtsloser Beschwörer oder am Ende eures Zuges wie bei Totem der Urflossen – werden die zusätzlichen Diener rechts von dem Diener platziert, der sie herbeigerufen hat. Manche Diener wie Sindragosa oder Grimmige Nekromantin rufen mehrere Diener herbei – die dann links und rechts neben ihnen aufgestellt werden.
  • Todesröcheln: Werden durch das Todesröcheln eines Dieners einer oder mehrere Diener herbeigerufen, nehmen sie den Platz ihres Vorgängers ein. Wenn Cairne Bluthuf auf dem Spielbrett von zwei Miniflossen umgeben ist, wird Baine Bluthuf nach Cairnes Tod zwischen diesen zwei drolligen Murlocs erscheinen.
  • Zaubereffekte: Kältekegel ist bei weitem nicht der einzige Zauber, der von schlechter Dienerpositionierung profitiert. Meteor ist ein weiteres tolles und aktuelles Beispiel.
  • Karten, die auch benachbarten Dienern Schaden zufügen: Wenn ihr jemals Geißelfürst Garrosh gespielt habt, kennt ihr diesen Effekt von Schattengram – und wisst bestimmt, wie ihr gegnerische Diener effektiv ausschalten könnt und gleichzeitig weniger Schaden erleidet, indem ihr euer Ziel mit Bedacht wählt. (Auch die wilden Karten Magnataurenalpha und Feindschnitter 4000 haben diesen Effekt!)
  • Effekte auf benachbarte Diener: Wie beim bereits genannten Flammenzungentotem, haben manche Karten einen Effekt auf benachbarte Diener. Es gibt auch Diener, deren Kampfschrei sich auf benachbarte Diener auswirkt, wie der allseits beliebte Verteidiger von Argus.

Viele Spieler treffen Positionierungsentscheidungen für ihre Seite des Spielbretts – sie optimieren sie für größtmöglichen Schaden mit Flammenzungentotem oder platzieren Verteidiger von Argus zwischen zwei großen Dienern auf ihrer Seite. Doch die wahre Herausforderung ist es, sich über Möglichkeiten des Gegner Gedanken zu machen, der eure Positionierungsentscheidungen bestrafen könnte.

Könnt ihr eure Seite des Spielbretts so aufbauen, dass euch Kältekegel möglichst wenig anhaben kann? Können Gegner sie mit Meteor komplett dem Erdboden gleichmachen? Könnt ihr in eurem Zug das Risiko minimieren, dass sie Flammenzungentotem optimal ausnutzen?

Mit Kobolde & Katakomben wird Hearthstone bald um neue Positionierungsmöglichkeiten bereichert, wie zum Beispiel durch die brandneue Jägerkarte Die Wände kommen näher!

Crushing Walls.png

Wenn die Karten der neuen Erweiterung verfügbar sind, wird man gute Spieler daran erkennen, dass sie von dieser Möglichkeit wissen und ihre Diener entsprechend positionieren.

Das war’s auch schon mit der ersten Ausgabe von Die Geheimnisse der Profis! Wir haben noch viele weitere Teile für euch in petto, darunter eine Abwägung einiger eurer Lieblingsspieler zum Einsatz dieser Fähigkeiten.

Habt ihr einige tolle Tipps und Tricks zur Positionierung für andere Spieler? Haben euch geniale Positionierungen schon unglaubliche Momente beschert? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

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